Auf den Spuren von Franz und Klara in Assisi

Pilgerfahrt des KUBUS Tagungshaus Bentlage vom 10. bis 17. Mai

Vor 800 Jahren, am 3. Oktober 1226, ist Franz von Assisi gestorben. Bis heute ist er einer der bekanntesten Heiligen. Was fasziniert uns an ihm? Und was hat uns seine Weggefährtin, die heilige Klara, heute zu sagen?
Auf die Spuren von Franz und Klara in ihrer gemeinsamen Heimatstadt Assisi führte eine Pilgerfahrt des Kubus Tagungshaus Bentlage vom 10. bis 17. Mai. In dem mittelalterlich anmutenden Städtchen sind die beiden Heiligen allgegenwärtig. Dafür sorgt nicht nur der Tourismusbetrieb, der täglich tausende Pilger aus aller Welt bedient. Die gewaltige Basilika San Francesco, die sich über dem Grab des Heiligen erhebt, beherrscht schon von Weitem das Stadtbild. Und die Basilika Santa Chiara mit dem Grab Klaras steht ihr darin kaum nach.
Franziskanischen Geist spürte die Gruppe, geführt von Kubus-Leiter Frank Nienhaus, eher abseits der ausgetretenen Pfade – im Kirchlein Portiunkula etwa, das Franz selbst aufgebaut hat und wo er starb. Ebenso in der Einsiedelei in den Wäldern oberhalb der Stadt, den Carceri, wohin er sich häufig zurückzog.
In San Damiano schließlich finden sich die Spuren beider Heiligen. In der verfallenen Kapelle mit dem Kreuz begann der Bekehrungsweg des reichen Tuchhändlersohnes, der fortan „nackt dem nackten Christus“ folgen wollte. Später lebte Klara über 40 Jahre bis zu ihrem Tod mit ihren ersten Schwestern in San Damiano und kämpfte für die Anerkennung ihrer Lebensweise durch den Papst. Klara, so wurde deutlich, war eine starke Frau, die ebenso wie Franz eine für sie geeignete Lebensform und einen eigenen Weg suchte, Christus zu folgen. Beide waren nicht weltfremd oder naiv, sondern bezogen in den gesellschaftlichen Konflikten ihrer Zeit Stellung, immer zugunsten der Armen und Schwachen.
Neben den vielen geistlichen Impulsen kam für die Pilgergruppe allerdings auch die Freude am italienischen Dolce Vita zu ihrem Recht.

Text: Ursula Große Bockhorn

Arbeitskreis Senioren veranstaltet Treffen im KUBUS Tagungshaus

Bekannter Ort im neuen Gewand

Der Arbeitskreis Senioren, ein Zusammenschluss von haupt- und ehrenamtlich Engagierten in der Seniorenarbeit, kam zum zweiten Mal in diesem Jahr zusammen. Diese Veranstaltung fand im KUBUS Tagungshaus Bentlage statt. Ziel der Veranstaltung ist es, engagierten Mitstreitern in der Seniorenarbeit eine Plattform zum Austausch, zu Information und Vernetzung zu bieten.

Sprecher Robert Winnemöller bedankt sich bei Frank Nienhaus, Hausleitung, für die Organisation im KUBUS, der auch über die Geschichte berichtete. Das KUBUS Tagungshaus ist ein Exerzitien- und Bildungshaus des Bistum Münster, das allen Menschen offen steht. Es ist ein Ort der Stille, der Begegnung, der Bildung und der lebendigen Spiritualität. Aus dem Arbeitskreis heraus gab es viele Fragen, weil viele Mitglieder das Haus von früher als “Gertrudenstift” kennen. Der Name “KUBUS” steht für “Kirche und Bildung und Spiritualität”.

Besonderer Teil der Veranstaltung war erneut der Erfahrungsaustausch “Aus der Praxis für die Praxis”. Hier stellten sich die verschiedenen Gemeinschaften vor. Andrea Gedicke, Koordinatorin der Seniorenarbeit der Stadt Rheine teilte mit, dass die Förderrichtlinien neu genehmigt sind und der Seniorenstammtisch zum vierten am 9. September im Küsterkeller, St. Dionys, stattfindet. Sprecher Winnemöller berichtete den Anwesenden, dass die Laufzeit des Seniorenbeirates mit der Kommunalwahl am 14. September endet, der jetzige Beirat aber bis zur Bestellung der neuen Mitglieder im Amt bleibt. Er bat die Anwesenden um die Bewerbung zum neuen Seniorenbeirat, in der Hoffnung, dass auch ein Mitglied mit Migrationshintergrund dabei sein sollte. Abschließend wurde die Kapelle des KUBUS besichtigt, die einen zentralen Altar und ein Auferstehungskreuz hat und ein Ort der Stille und des Gebetes ist.
 

Text: Münsterländische Volkszeitung; Robert Winnemöller